Wohnen in Deutschland

Unterkunft für die ersten Wochen

Für die ersten Wochen bietet es sich an in Hotels, Jugendherbergen, Wohnungen auf Zeit oder bei privat vermieteten Mitwohngelegenheiten unterzukommen. Hier eine Übersicht mit Unterkünften: Landkreis Breisgau Hochschwarzwald, Landkreis Emmendingen, Stadt Emmendingen, Ortenaukreis, Stadt Offenburg, Stadt Freiburg, Stadt Freiburg Homecompany

Wohnraumsuche

Wenn Sie einen Wohnraum in der Region Freiburg Südlicher - Oberrhein suchen, finden Sie Angebote über:

  • Internet: Immobilienseiten/ regionale Tageszeitungen (z.B. Badische Zeitung, Offenburger Tageblatt, Zypresse)
  • Regionale Tageszeitung/ Anzeigenblätter
  • Makler
  • Wohnungsbaugenossenschaften

Info:

  • Häuser und Wohnungen werden in der Regel unmöbliert angeboten. Mietpreise können je nach Stadt und Gemeinde variieren. Die Zimmerangabe bei Anzeigen bezieht sich auf die Wohn- und Schlafräume. In der Regel kommen noch ein Bad und eine Küche dazu. Die Küche ist in den meisten Fällen nicht eingerichtet.
  • Mietpreis: Der Mietpreis setzt sich in der Regel aus der Kaltmiete und den Nebenkosten zusammen. Nebenkosten setzten sich aus zum Beispiel Strom, Wasser, Heizung und Müllentsorgung zusammen. Fragen Sie nach, welche Kosten in den Nebenkosten enthalten sind.
  • Makler: Bei der Vermittlung einer Wohnung durch einen Makler fallen für den Mieter keine Maklergebühren mehr an. Ausnahme: Wenn Sie als Mieter einen Makler engagieren, dann müssen Sie eine Maklerprovision zahlen.

Abkürzungen bei Wohnungsanzeigen

2-Zi-Whg

2-Zimmer-Wohnung

MM:

Monatsmiete

    

Abstellk:

Abstellkammer

NK / NBK:

Nebenkosten

    

Blk / Balk.:

Balkon

NR:

Nichtraucher

    

DG:

Dachgeschoss

OG:

Obergeschoss

    

D:

Diele

RH:

Reihenhaus

    

DU:

Dusche

Stellpl.:

Stellplatz

    

EBK:

Einbauküche

TG:

Tiefgarage

    

EFH:

Einfamilienhaus

warm/WM:

Warmmiete

    

EG:

Erdgeschoss

Wfl.:

Wohnfläche

    

HK:

Heizkosten

WG:

Wohngemeinschaft

    

KM:

Kaltmiete

WK:

Wohnküche

    

KT

Kaution

ZH:

Zentralheizung

    

Keine zusätzl. Prov.

Mietvertrag unterschreiben

Vor dem Einzug unterschreiben Sie den Mietvertrag. Der legt unter anderem auch fest, wie viel Sie pro Monat für die Unterkunft zahlen. Prüfen Sie vor der Unterschrift, welche Kosten in der Miete enthalten sind und welche Kosten zusätzlich entstehen können.

Einziehen

Telefon, Internet und Energieversorgung melden Sie bei den jeweiligen Anbietern an und bezahlen diese separat. Müllgebühren werden jährlich entrichtet. In Deutschland muss außerdem jeder Haushalt, unabhängig von der Zahl der Personen, eine monatliche Rundfunkgebühr für die öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehkanäle zahlen. Ein Stellplatz für ein Auto ist in der Regel nicht zwingend im Mietpreis enthalten und muss gegebenenfalls angemietet werden. In manchen Stadtteilen können Anwohnerparkausweise beantragt werden, für die gesonderte Parkplätze vorgehalten werden.

Nach dem Umzug

Meldepflicht

Bitte beachten Sie die Meldepflicht in Deutschland. Sie müssen sich binnen zwei Wochen nach Ihrem Einzug in die neue Wohnung im Einwohnermeldeamt (Bürgeramt / Bürgerbüro / Rathaus) an Ihrem Wohnort angemeldet haben. Das gilt auch, wenn Sie bei Verwandten oder Bekannten einziehen oder zunächst in einem Wohnheim untergebracht sind. Dies gilt nicht, wenn sie zunächst in einem Hotel wohnen. Sie können sich nur mit einer Privatadresse anmelden. Die Meldung beim Einwohnermeldeamt ist kostenfrei. Sie müssen sich persönlich anmelden und Ihren Ausweis bzw. Pass vorlegen.

Wer sich zu spät meldet, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Ob man bei einer verspäteten Anmeldung eine Strafe zahlen muss, hängt aber auch immer vom Einzelfall ab.

Bringen Sie für die Anmeldung Ihres Wohnsitzes die Bestätigung des Vermieters bzw. des Wohnungsgebers mit. In der Regel erhalten Sie eine solche Bestätigung schriftlich vom Vermieter. Die Bestätigung des Vermieters kann aber auch elektronisch an die Meldebehörde übermittelt werden.

Weitere Informationen zu der Meldepflicht für Mieter und Vermieter finden Sie hier.

Nicht vergessen: Bringen Sie auch unbedingt Ihren Nachnamen an den Briefkasten und die Türklingel an, da Sie ansonsten keine Post erhalten.

Strom, Gas und Wasser
Wenn Strom, Gas und Wasser nicht in den Mietnebenkosten enthalten sind, müssen Sie sich selbst einen Anbieter suchen und einen Vertrag abschließen. Es gibt verschiedene Anbieter. Sie können sich selbst einen aussuchen und direkt mit dem Anbieter den Vertrag abschließen. Öko-Strom Anbieter gibt es in fast allen Städten. Die Kosten werden monatlich bezahlt und berechnen sich anhand einer Schätzung des jährlichen Verbrauchs. Die Höhe hängt von der Anzahl der Personen ab. Am Ende des Jahres wird der exakte Verbrauch ermittelt und Sie erhalten Geld zurück, wenn Sie weniger verbraucht haben oder müssen etwas nachzahlen, wenn Sie mehr verbraucht haben.

Telefon & Internet
In Deutschland gibt es viele verschiedene Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen. Viele bieten vergünstigte Pakete für Telefon und Internet an. Tipp: Das Einrichten des Telefon- und Internetanschlusses kann mehrere Wochen dauern, setzten Sie sich schon vor Ihrem Umzug mit einem Anbieter in Verbindung.  

Gebühren für Fernsehen und Radio
In Deutschland werden für öffentliches Radio und  Fernsehen Rundfunkgebühren erhoben. Über den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio werden pauschale Kosten pro Haushalt erhoben. Jeder Haushalt, unabhängig von der Anzahl der Personen, ist dazu verpflichtet, den monatlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen. Weitere Informationen finden Sie beim Rundfunkbeitrag.

Praktische Tipps

Nachtruhe
Üblicherweise wird zwischen 22- 6 Uhr kein Lärm gemacht, das heißt zum Beispiel, dass man Musik auf Zimmerlautstärke hört.

Haustiere
Klären Sie mit Ihrem Vermieter ab, ob Haustiere erlaubt sind.

Leitungswasser
Leitungswasser in Deutschland kann zum Trinken und Kochen verwendet werden. Es gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Mülltrennung
Die Menschen in Deutschland sind sehr umweltbewusst und achten auf Recycling und Mülltrennung. Bitte machen Sie sich mit den örtlichen Recycling-Regeln vertraut.

Bei den zuständigen Behörden, meist Rathaus oder Bürgerservice, erhalten Sie die entsprechenden Informationen (siehe auch Links zum Thema) oder Sie erkundigen sich einfach bei einem Nachbarn. Ganz allgemein gilt: In Deutschland wird alles recycelt. Wir haben für Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Regeln zusammengestellt.

Altpapier: Zeitungen, Zeitschriften, Kartons und jegliches Verpackungsmaterial aus Papier oder Pappe gehört in die Altpapiertonne, die Tonne ist entsprechend beschriftet.

Plastik: Ganz einfach alle Dinge die mit dem Grünen Punkt versehen sind, landen in der gelben Tonne. Dies sind zum Beispiel Aluminium, Blechdosen, Plastikverpackung und -behälter, Styropor und Sachen aus Verbundstoff wie Getränketüten.

Biomüll: Küchenabfälle, Schalen, Essensreste, Kaffeefilter, Teebeutel und Grünschnitt aus Ihrem Garten gehört in die Biotonne.

Hausmüll: Der übrige Abfall landet in der so genannte Restmüll-Tonne. Dazu zählen beispielsweise Zigarettenpackungen, Hygieneartikel, Lumpen, Windeln und alte Küchengerätschaften.

Flaschenpfand: Auf Plastikflaschen und Blechdosen wird 25 Cent Pfand und auf Glasflaschen 8 Cent Pfand beim Kauf erhoben. Dieses Pfandsystem deckt alle kohlensäurehaltigen Getränke, Wasser und Bier ab; Wein und stille Getränke sind ausgeschlossen. Ihr Pfand bekommen Sie zurück, wenn Sie die Flaschen zurück in den Supermarkt oder Getränkeladen bringen, dort stehen entsprechende Automaten bereit.

Altglas: Jegliches Glas, auf das kein Pfand erhoben wird, bringen Sie zu einem der Sammelcontainer, die an verschiedenen Plätzen überall in der Stadt bereit stehen. Das Glas wird nach Farben sortiert: grün, weiß und braun.

Altkleider und Schuhe: Altkleider und Schuhe werden oftmals am Haus direkt von Wohltätigkeitsorganisationen abgeholt, die ihre Sammelaktion ein paar Tage vorher ankündigen. Überall in der Stadt/ Gemeinde stehen aber auch Container, die von verschiedenen kommerziellen Organisationen geleert werden.

Elektronische Geräte, Kleingeräte und Möbel: Dieser so genannte Sperrmüll wird drei bis vier Mal im Jahr abgeholt, die Daten werden bekannt gegeben oder Sie müssen bei der zuständigen Behörde die Abholung beantragen.