Familie

Chancen für Familienangehörige

Visum – Einreise für Familienangehörige

  • EU - Bürgerinnen und EU-Bürger: Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger können Ihr Ehepartner und Ihre Kinder ohne Einschränkungen in Deutschland leben und arbeiten. Eine spezielle Aufenthaltserlaubnis müssen Sie nicht beantragen.
  • Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten: Es gelten einige Voraussetzungen, um mit Ihrer Familie nach Deutschland einzureisen:
    • Sie haben als Arbeitnehmer eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis oder eine „Blaue Karte EU” für Deutschland.
    • Sie haben erfolgreich eine Wohnung in Deutschland gemietet, die ausreichend Platz für Ihre Familie bietet.
    •   Sie verfügen über ausreichend finanzielle Mittel, um für Ihre Familie zu sorgen.
    • Ihr Ehepartner ist volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.
    • Deutschkenntnisse: Grundlegende Deutschkenntnisse sollten vorhanden sein.

Mit Kindern nach Deutschland: Natürlich können Sie auch Ihre Kinder nach Deutschland mitbringen. Denn: Wenn Sie und Ihr Ehepartner eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben oder Sie als Alleinerziehender das Sorgerecht haben, bekommen Ihre Kinder im Alter von bis zu 16 Jahren ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis. Für Kinder über 16 Jahren gelten spezielle Regeln. Diese erfragen Sie am besten in der deutschen Botschaft Ihres Heimatlandes oder in einer Ausländerbehörde in Deutschland.

Wie Sie Ihre Familie nach Deutschland holen

Schritt 1 – in Ihrem Heimatland: Ihr Ehepartner und Ihre Kinder gehen in Ihrem Heimatland in eine deutsche Botschaft oder ein Konsulat. Dort beantragen Sie einen Aufenthaltstitel für Deutschland, der durch den Familiennachzug begründet ist.

Schritt 2 – in Deutschland: Wenn Ihre Familie in Deutschland angekommen ist, melden Sie Ihre Familienmitglieder beim Einwohnermeldeamt und bei der zuständigen Ausländerbehörde an. Dafür müssen Sie die Pässe, Geburts- und Heiratsurkunden, Gehalts- oder Steuerbescheinigungen sowie Mietnachweise zusammenstellen. Fragen Sie bei der Behörde nach, welche weiteren Dokumente notwendig sind.


Möglichkeiten für Familienangehörige in Deutschland
Arbeit: Mit der Erteilung des Aufenthaltstitels erhalten Ihre miteingereisten Familienangehörigen sofort das uneingeschränkte Recht, einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen.

Bildung: Für Ihre Kinder – egal in welchem Alter – stehen vielfältige Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Auswahl. Sie reichen von Kinderkrippe über Grundschule und Gymnasium bis zum Hochschulstudium, sind wohnortnah und sehr gut ausgestattet. Während die Kinderbetreuung kostenpflichtig ist, ist Schulbildung an öffentlichen Einrichtungen in Deutschland kostenlos – und in der Regel sehr gut.

In der Region Südlicher Oberrhein gibt es unterschiedliche Formen der Kinderbetreuung, die Sie wohnortnah in Anspruch nehmen können, um Familie und Beruf zu vereinbaren.

 

Möglichkeiten der Kinderbetreuung

Es gibt in Deutschland viele Möglichkeiten der Kinderbetreuung, darunter gibt es auch internationale Betreuungsangebote. In der Region Freiburg - Südlicher Oberrhein gibt es unterschiedliche Formen der Kinderbetreuung, die Sie wohnortnah in Anspruch nehmen können, um Familie und Beruf zu vereinbaren.


Es gibt Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahre und über 3 Jahre. Die Kosten für die Kinderbetreuung sind unterschiedlich und hängen unter anderem von der Länge der Betreuungszeit der Kinder ab.
Ab dem 6. bis zum 18. Lebensjahr besteht in Deutschland Schulpflicht.

Allgemeine Informationen zum Thema Kinderbetreuung finden Sie bei Make it in Germany - Schulen und Kindergärten.

Kinderkrippen / Kindertagesstätte/ Kindertagespflege für Kinder von 0-6 Jahren

Auf Grund der großen Nachfrage sollten Sie Ihr Kind so früh wie möglich bei der entsprechenden Einrichtung anmelden.
Hier können Sie nach entsprechenden Einrichtungen suchen:

Schulen

Die meisten Schulen in Deutschland sind staatlich – und damit kostenlos. Viele Schulen bieten eine zusätzliche Ganztagsbetreuung an, die Zahl der Ganztagesbetreuung wächst. Auf Grund der großen Nachfrage nach Ganztagesbetreuung, sollten Sie Ihr Kind so früh wie möglich anmelden.
Hier können Sie nach Schulen suchen:

Info: Es gibt verschiedene Schularten in Deutschland. Zunächst besuchen alle Kinder vier Jahre lang die Grundschule im Wohnort. Danach gehen Sie auf eine Weiterführende Schule, hier wird zwischen Haupt-, Real-. Werkreal-, Gesamtschule und Gymnasium unterschieden. Über die unterschiedlichen Schularten sollten Sie sich genau informieren, um dann die richtige Schule für Ihr/e Kind/er auswählen zu können. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier: Bildungswege Baden-Württemberg / Willkommen in Deutschland

Tipp! Kinder und Jugendliche, die im Laufe ihrer Schulzeit nach Deutschland kommen, brauchen besondere Unterstützung. Für sie gibt es Vorbereitungs-, Förder- oder auch Sprachlernklassen, in denen sie von spezifisch qualifizierten Lehrkräften begleitet werden, bevor sie in die regulären Schulklassen wechseln.
Welche Angebote es für Ihr Kind gibt, erfahren Sie beim Schulamt Freiburg (zuständig für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg) oder beim Schulamt Offenburg (zuständig für den Ortenaukreis) oder bei den örtlichen Jugendmigrationsdiensten (JMD). Das Welcome Center kann Ihnen auch behilflich sein.

Info: Informationen und Beratung zu den verschiedenen Betreuungs- und Bildungsangeboten in und um Freiburg erhalten sie beim Wegweiser Bildung - Durchblick in Freiburg

 

Staatliche Leistungen

Der deutsche Staat unterstützt Familien mit folgenden Leistungen:

  • Während und nach der Schwangerschaft haben Sie Anspruch auf eine Betreuung durch einen Arzt oder Hebamme, wenn Sie krankenversichert sind.
  • Berufstätigen Schwangeren wird ein Mutterschutz gewährt, der beginnt sechs Wochen vor und endet 8 Wochen nach der Geburt.
  • Wenn Sie Beschäftigte sind, dann haben Sie bis zum dritten Lebensjahr Ihres Kindes Anspruch auf Elternzeit.
  • Darüber hinaus haben Sie Anspruch auf Elterngeld für die ersten 14 Monate  nach der Geburt Ihres Kindes, wenn Sie Ihr Kind vorrangig selbst betreuen und deshalb nicht voll erwerbsfähig sein können.
  • Betreuungsgeld erhalten Sie ab dem 15. maximal bis zum 36. Lebensmonat des Kindes, wenn Ihr Kind keine frühkindliche Betreuung in öffentlich bereitgestellten Tageseinrichtungen in Anspruch nimmt. 
  • Bis zum 18. Lebensjahr (in manchen Fällen bis zum 25. Lebensjahr) erhalten Sie Kindergeld für Ihre Kinder.

Ausführliche Informationen zu den staatlichen Leistungen finden Sie hier: Willkommen in Deutschland und Familien-Wegweiser

 

Weitere Informationen zum Thema Familie finden Sie hier: Make it in Germany - Familie